Roadtrip Teil 2: Ein Rotzlöffel auf Reisen – Mini John Cooper Works Cabrio

Veröffentlicht: Juni 16, 2012 in cars
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Mini John Cooper Works Cabriolet by marioroman pictures - Fanaticar

Mini John Cooper Works Cabriolet by marioroman pictures – Fanaticar

Zum Roadtrip Teil 1

Da haben wir schon ein quirliges Cabriolet und dann überschüttet uns der Regengott mit einer geballten Ladung an prasselndem Mieswetter. Über die gesamte Autobahnstrecke von Rüsselsheim zum Baden-Airpark ging es in einer einzigen Gischt voran.

Uncool. Immerhin fiel dabei die sauber arbeitende Elektronik auf. Kaum ein hektisches Ruckeln am Lenkrad stört beim Anfahren. Bei der doch recht immensen Leistung auf der Vorderachse ist das nicht unbedingt die Regel.

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Schlussendlich kommen wir dann doch am Hotel an. Jetzt wird es richtig verrückt. Kaum hört der Regen auf und ich entschließe mich zur Produktion von Vorabfotos, fängt es auch kurz darauf wieder an zu gießen. Gleich dreimal habe ich mich vereimern lassen. Ganz schön frustrierend.
Mini John Cooper Works Cabriolet by marioroman pictures

Am Ende hatte der Regengott dann doch ein Erbarmen und bescherte uns strahlenden Sonnenschein. Also schnell das Dach auf und ab zum Fahrertraining von E210. Vor der Tür erwartet uns der Initiator des Ganzen: Albin Kirchengast grüßt freundlich am Tor und führt uns in den Hangar des LuK Driving Centers mit der Hausnummer E210.

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Dort kommt eine bös dreinblickende Lady im Lehreroutfit ins Spiel. “Herr Lambrecht und Herr Lorenz, wurde ja auch mal Zeit, dass Sie kommen. Nehmen Sie auf Ihrer Schulbank Platz.” Schulbank? Der Blick fällt auf die in Reih und Glied aufgestellten Schreibtische, die mit einem jeweiligen Namensschild versehen sind. Um dem bösen Blick zu entkommen, setzen wir uns mit unterwürfigen Gesichtern auf die uns zugewiesenen Plätze.

Die Schulglocke ertönt und der Unterricht beginnt. Auf einer am LCD Display projizierten Tafel werden die wichtigsten Regeln sowie die optimale Sitzposition für das Fahren auf dem Handling Parcours erläutert. Instruktor Jo lenkt dabei durch Telefongebimmel ab und darf den Rest des Unterrichts mit Blick zur Wand verrichten.

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Nach Ausfüllen der Haftungsverzichterklärung geht es raus auf den „Pausenhof“ zum Spielen. Der besteht aus einem 2,7 km langen Handling Parcours inmitten des ehemaligen kanadischen Militärflughafens. Gerade mal eine lange abgeknickte Gerade lässt Spielraum für Überholmanöver. Der Rest ist gespickt von verschiedensten Kurven, die zum größten Teil vom alten Hockenheimring inspiriert wurden.

Vor Fahrtbeginn werden die Teilnehmer in zwei Gruppen gesplittet, die jeweils 20 Minuten auf der Strecke sein dürfen. Dann wird gewechselt. Das erscheint auf den ersten Blick recht wenig Fahrzeit am Stück zu sein, jedoch sollte man auch bedenken, dass hier das Tempo von Runde zu Runde beträchtlich anzieht. Und somit auch Reaktion und Konzentration gefragt sind.

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Die Standard-Manöver a la Slalom-Fahren oder Ausweichen von Wasserwänden entfallen. Hier ist der komplette Focus auf den Fahrspaß gelegt. Zur Verfügung steht eine Armada an 211 PS starken Mini John Works, die im Sport Modus bewegt werden. Eine Deaktivierung der kompletten Elektronik war leider nicht erlaubt, der Versicherung sei Dank.

Doch selbst im Sport Modus zeigt der Cooper Works, was eine Kurvenharke ist. Das elektronische Sperrdifferential EDLC sorgt dabei für kontrollierten Schlupf an der Antriebsachse, ersetzt aber nach wie vor nicht das gierige Reinknallen eines echten mechanischen Sperrdifferentials, wie es gerade beim grandiosen Corsa OPC in der Nürburgring Edition verfügbar ist.

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Anfangs geht es recht lässig voran. Kurve für Kurve wird von den Instruktoren genau erklärt. Alle zwei Runden wechselt der erste Verfolger seine Position auf den letzten Platz. Dabei erscheint die Kulisse des ehemaligen Militärflughafens wie dafür gemacht, um den Pneus ordentlich Paroli zu geben. Ich selbst kannte die Strecke schon vom Opel OPC Racecamp, wo es zusammen mit den letzten zehn Teilnehmern ordentlich zur Sache ging. Richtig zur Sache geht es jetzt, nachdem die Strecke richtig herum gefahren wurde.

Nebenbei gibt es noch einen kniffeligen Slalom zu bewältigen. Das Problem dabei: Der Mini steht mit den Hinterrädern auf zwei Brettern mit jeweils vier Hinterrädern. Knallharte Heckdrifts und viel Gelächter sind das Ergebnis. Die Teilnehmer, die zum Teil das erste Mal auf einer Rennstrecke unterwegs sind, fahren mittlerweile mit dem Messer zwischen den Zähnen. Hier zeigt sich am Ende, dass das Konzept – wenig Reden, viel Fahren – aufgeht, wenn der Instruktor auf den jeweiligen Fahrstil eingeht. Und das zu einem Preis von nur 399,- Euro . Das ist gemessen am Gebotenen – und vor allem an der Fahrzeit – mehr als fair. Und von den Autoherstellern nicht zu toppen.

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Acht Stunden später steigen wir erschöpft aber mit einem fetten Grinsen im Gesicht in unseren Mini John Cooper Works. Entspannt geht es noch zu einem kleinen Zwischenstopp über Daun zur Eifelrallye (Impressionen folgen). Später erreichen wir wieder Hamburg, zwar mit einem akzeptablen Durchschnittsverbrauch von zehn Litern und knapp 24 Stunden voller Frischluft auf der Open Air Nadel – aber auch mit dem traurigen Gedanken daran, dass sich hier in der Hansestadt unsere Wege trennen werden.

Danke mein lieber Mini!!!  Deine Rotzbengel-Gene werden uns in Erinnerung bleiben. Auf ein baldiges Wiedersehen…

Text: Mario-Roman Lambrecht
Fotos: marioroman pictures

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