Der lange Trip: Tag 1

Veröffentlicht: Mai 20, 2009 in cars
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Was für eine Woche! Die blaue Kanonenkugel musste sich dieses Mal voll und ganz in seiner Reisetauglichkeit beweisen. Knapp 1400 km in 5 Tagen. Mal mit Passagieren mal mit Vollgas auf der Autobahn oder auch im wuseligen Stadtverkehr, der RS6 wurde nicht geschont. Allerdings kam mir schon ein schauriger Angstschweiß über den Rücken, bedachte ich das diese Tour so einiges an Sprit verschlingen wird. Egal, der Wagen ist da um Ihn zu testen also testen wir ihn auch richtig.

Dienstag (0-340 km, 1 Tankstop) :

Der erste Stopp ging nach Bielefeld, zu einem befreundeten Luxusautohändler. Um einigermaßen Reichweite zu bekommen, beließ ich es bei einer gemäßigten Fahrweise. Zudem sind wilde Beschleunigungsarien zu so einer Tageszeit eher frustrierend als spaßfördernd. Es wird also Zeit, die schönen kleinen Extraspielereien des vollgestopften Testwagens zu probieren. Mit Tempomat und Distance Control, übernimmt der Ingolstädter die volle Kontrolle über Gas und Bremse, und wahrt immer den korrekten Abstand.  Faszinierende kleine Spielerei, doch hier und da muss dann doch mal wieder volle Latte ins Gaspedal getreten werden.  Allerdings schaltet sich dieses System bei einem Stau leider ab und der Fahrer muss manuell weitermachen. Schade, denn genau hier wäre das System perfekt zu gebrauchen.

In Bielefeld angekommen, geht es zu einem befreundeten Luxusautohändler. Voller Stolz präsentiere ich ihm meine blaue Versuchung und gebe mich selbstbewusst, ein ganz dolles Auto am Start zu haben. Doch auch er hat noch ein As im Ärmel. Sekunden später, präsentiert er mir den neuen Maserati Quattroporte S. Kaum den Motor angelassen, möchte sich der ebenfalls nicht gerade wortkarge Audi RS6 am liebsten wimmernd verstecken. Was dem Achtzylinder für ein brachial geiler Sound hinten entweicht, ist jenseits von gut und böse. Daumen hoch dafür nach Italien.

Nach diesem doch recht beeindruckenden Schwanzvergleich auf hohem Niveau, gibt es dann aber auch Lob für den Power A6. Interieur und Haptik wissen zu gefallen. Auch die 580 PS lassen respektvoll seinen Kopf nicken. Doch irgendwie scheint es dennoch nicht so ganz sein Metier zu sein. Kaum wieder ausgestiegen, geht er schon zu seinem weißen Maserati GT- ein Traum auf vier Rädern- belächelt ihn und verabschiedet sich. Italiener sind zwar nicht bekannt für Langlaufleistung, aber Emotion….. die haben sie zu Hauf. Blöde Idee, dagegen mit einem Audi anstänkern zu wollen.

Anschließend geht es zum Übernachten nach Minden – meine alte Heimat. Viel zu früh angekommen, nutze ich die Gelegenheit und baller ein wenig über das Wesergebirge. Hier macht sich dann doch das hohe Gewicht bemerkbar. Die 2,1 Tonnen fordern dem quattro Antrieb alles ab, was geht. Der RS6 lässt sich zwar erstaunlich flott um die Kurven bugsieren, aber nichts desto trotz gibt es hierfür prädestiniertere Fahrzeuge, mit denen das Kurvenräubern erst richtig Spaß macht. Dennoch, allein das Zwischengasgeräusch beim Zurückschalten mit den Schaltwippen, bringt wieder ein herzliches Lachen auf meine Lippen.  Und den soll ich wieder hergeben? Niemals!!!

Euer MarioRoman

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